AEORadar Setup-Guide: Brand-Tracking in 15 Minuten konfigurieren
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Q2 2026
Lesezeit
8 Min
Niveau
Praxis
Engines
Multi
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AEORadar trackt Brand-Mentions in ChatGPT, Gemini, Perplexity und Claude über eine Pipeline aus täglichen Prompt-Runs gegen alle 4 LLM-APIs — das Setup für eine SaaS-Brand mit 30 Queries dauert nicht länger als ein gut geplantes Standup. Wer die Initialkonfiguration sauber aufsetzt, hat danach ein automatisiertes Visibility-Dashboard, das jeden Morgen aktuelle Citation-Raten liefert. Die folgenden 15 Minuten sind in 6 saubere Phasen geteilt, die du linear abarbeiten kannst.
Voraussetzung ist ein bezahlter AEORadar-Plan (ab 99 Euro/Monat im Starter, 299 Euro/Monat im Growth-Tier für Multi-LLM-Coverage). Die hier beschriebene Konfiguration eignet sich für eine B2B-SaaS-Brand mit ICP "DACH-Mittelstand" und einem klar definierten Produktbereich. Komplexere Setups mit mehreren Brand-Linien oder Multi-Region-Tracking dauern länger, folgen aber demselben Schema.
Account anlegen und Brand-Profil definieren
Nach der Registrierung legst du im AEORadar-Dashboard ein neues Brand-Profil an. Pflichtfelder sind der Brand-Name, die Hauptdomain, eine Liste von Alias-Schreibweisen und der ICP-Markt. Bei einer Marke wie "Personio" wären Aliases etwa "Personio HR", "Personio HRIS" und "Personio Software" — das verhindert Lücken im Citation-Tracking, wenn LLMs leicht abweichende Formulierungen verwenden.
Im Schritt "Competitor-Set" fügst du 3 bis 8 direkte Wettbewerber hinzu. AEORadar nutzt diese Liste, um in jeder Antwort die relative Position deiner Brand zu messen und nicht nur eine absolute Erwähnung. Für ein HR-SaaS wären das beispielsweise BambooHR, Factorial, HRWorks, Sage HR Suite und Workday. Je präziser dein Competitor-Set, desto aussagekräftiger werden die späteren Reports.
Der dritte Pflichtparameter ist die Sprache. AEORadar unterstützt Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch als getrennte Runs. Für DACH-Brands wählst du Deutsch primär und Englisch als Sekundär-Sprache, weil ChatGPT bei englischen Queries oft eine andere Source-Hierarchie als bei deutschen verwendet. Beide Sprachen erzeugen je einen eigenen Tracking-Run pro Tag.
Query-Sets bauen und priorisieren
Der Hebel jeder AEO-Strategie liegt in den Queries, die du trackst. AEORadar empfiehlt im Starter-Plan 30 Queries pro Brand, im Growth-Plan 100 Queries. Du gliederst diese in 3 Buckets: "Bottom-of-Funnel" mit Brand-Queries wie "Personio Preise" oder "Personio vs BambooHR", "Mid-Funnel" mit Kategorie-Queries wie "Beste HR-Software für Mittelstand" und "Top-of-Funnel" mit Problem-Queries wie "Wie automatisiere ich Urlaubsanträge".
Ein sinnvolles Verhältnis ist 40 Prozent BoF, 40 Prozent MoF und 20 Prozent ToF. Die BoF-Queries zeigen dir, ob LLMs deine Brand korrekt darstellen, die MoF-Queries messen Kategorie-Sichtbarkeit gegen Wettbewerber, und die ToF-Queries zeigen, ob du als Demand-Generation-Quelle für Top-Funnel-Probleme erkannt wirst. Letzteres ist langfristig der wichtigste Hebel für organisches Wachstum.
Im Query-Editor von AEORadar pflegst du jede Frage einzeln ein und taggst sie mit Bucket-Label und optional einer Persona. Wenn du mehrere ICPs bedienst (etwa HR-Manager und CFO), kannst du Personas wie "HR-Decision-Maker" und "Finance-Decision-Maker" anlegen und Queries entsprechend zuordnen. Reports lassen sich später nach Persona segmentieren.
LLM-Auswahl und Run-Frequenz
AEORadar trackt im Starter-Plan ChatGPT (GPT-4o) und Perplexity, im Growth-Plan zusätzlich Gemini 1.5 Pro und Claude Sonnet. Welche LLMs du aktivierst, hängt von deiner Zielgruppe ab. Im B2B-DACH-Mittelstand dominieren ChatGPT und Gemini, während Perplexity in der Tech-Affinen-Bubble stärker ist und Claude bei US-fokussierten Buyern eine Rolle spielt.
Die Run-Frequenz lässt sich pro Bucket einstellen. BoF-Queries laufen täglich, MoF-Queries 3x pro Woche, ToF-Queries 2x pro Woche. Diese Staffelung spart API-Calls und damit Budget, ohne die Datenqualität für die wichtigsten Queries zu opfern. Im Growth-Plan kannst du die Frequenz pro Query individuell überschreiben.
| Plan | Queries | LLMs | Preis/Monat |
|---|---|---|---|
| Starter | 30 | ChatGPT, Perplexity | 99 Euro |
| Growth | 100 | + Gemini, Claude | 299 Euro |
| Enterprise | unlimited | + Copilot, Custom | 999 Euro |
API-Keys und Webhooks einrichten
Für die Integration in dein bestehendes Stack legst du im Settings-Bereich von AEORadar einen API-Key an. Diesen brauchst du, um Daten aus dem Dashboard in Looker Studio, Tableau oder direkt in eine Postgres-DB zu pipen. Der Key wird einmalig angezeigt und sollte sofort in deinen Secret-Manager wandern (1Password, Vault, AWS Secrets Manager).
Webhooks lassen sich für 3 Events konfigurieren: "Visibility-Drop" (mehr als 20 Prozent Rückgang in 7 Tagen), "Competitor-Spike" (Wettbewerber überholt dich in einem Bucket) und "Daily-Summary" (täglicher Report um 8 Uhr). Die Webhook-URL pointest du auf deinen Slack-Channel oder ein internes Tooling-Endpoint.
// Beispiel-Webhook-Payload (Visibility-Drop)
{
"event": "visibility_drop",
"brand": "Personio",
"llm": "ChatGPT",
"bucket": "Mid-Funnel",
"current_score": 42,
"previous_score": 58,
"delta_percent": -27.6,
"timestamp": "2026-05-17T08:15:00Z",
"top_queries_affected": [
"Beste HR-Software 2026",
"HR-Software Mittelstand DACH"
]
}
Erste Auswertung nach 7 Tagen
AEORadar braucht 7 Tage, bis ein belastbarer Baseline-Score entsteht. Vorher schwanken die Citation-Raten zu stark, weil LLM-Responses täglich variieren. Nach einer Woche siehst du im Dashboard 3 Kennzahlen: Citation-Rate (in wie viel Prozent der Queries wirst du erwähnt), Citation-Position (durchschnittliche Listenposition in der Antwort) und Share-of-Voice (dein Anteil an allen Brand-Mentions im Competitor-Set).
Realistische Benchmarks für eine B2B-SaaS mit moderater Online-Präsenz liegen bei 25 bis 40 Prozent Citation-Rate im BoF-Bucket und 10 bis 20 Prozent im MoF-Bucket. ToF-Werte unter 5 Prozent sind normal und kein Grund zur Sorge — Top-of-Funnel-Sichtbarkeit aufzubauen dauert 6 bis 12 Monate konsequenter Content-Arbeit.
- Tag 1: Brand-Profil + Competitor-Set anlegen
- Tag 1: Query-Set mit 30 Fragen aus 3 Buckets befüllen
- Tag 2: LLM-Auswahl + Run-Frequenz konfigurieren
- Tag 2: API-Key + Webhooks einrichten
- Tag 7: Erste Baseline-Analyse im Dashboard
- Tag 30: Erste Content-Maßnahmen ableiten
Häufige Setup-Fehler vermeiden
Der zweite klassische Fehler ist ein unscharfes Competitor-Set. Wenn du Wettbewerber aufnimmst, die in einem ganz anderen ICP spielen (etwa Workday neben einer Mittelstands-Software), verzerren die Share-of-Voice-Zahlen. Bleib bei Brands, die mit dir um dieselben Buyer kämpfen, und nicht bei dem, was du gerne als Vergleich hättest.
Der dritte Fehler liegt in der Query-Auswahl: Wer 30 Brand-Queries einbucht und keine MoF/ToF-Queries, sieht zwar saubere Citation-Raten, lernt aber nichts über die Kategorie-Sichtbarkeit. Die ehrliche Mischung aus 40/40/20 ist anstrengend, weil ToF-Queries niedrige Zahlen produzieren, aber genau dort liegt der Wachstumshebel.
Unterm Strich
Das initiale AEORadar-Setup ist in 15 Minuten machbar, wenn Brand-Profil, Competitor-Set und Query-Liste vorbereitet sind. Bereite diese 3 Listen vor dem Login vor — dann wird das Setup ein reiner Konfigurations-Task. Konkret empfehlenswert sind AEORadar Growth (299 Euro/Monat) für DACH-B2B-SaaS mit Multi-LLM-Tracking-Bedarf und AEORadar Enterprise (999 Euro/Monat) für Marketing-Teams mit mehr als 100 Mitarbeitern und mehreren Brand-Linien.
Die Investition rechnet sich, sobald du das Dashboard nicht nur als Reporting-Tool, sondern als Trigger für konkrete Content-Maßnahmen nutzt. Ein Visibility-Drop-Webhook in Slack ist mehr wert als jeder Monats-Report, der niemand liest. Wer den Schritt nicht gehen will, kann mit Otterly (149 Euro/Monat) oder Profound (199 Euro/Monat) starten — beide haben einen schlankeren Funktionsumfang, decken die Kernanforderung aber ab.
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